Deine mentale Fitness - diese 6 Tipps machen dich mental noch fitter

Vielleicht geht es dir wie den meisten Menschen: Du versuchst, regelmäßig etwas für deine körperliche Leistungsfähigkeit zu tun. Treibst etwas Sport und folgst einigen Empfehlungen für eine gesunde Ernährung. Deine mentale Fitness hast du wahrscheinlich weitaus seltener im Blick.

Dabei sind deine gesamte Leistungskraft, Gesundheit sowie Zufriedenheit eine Kombination aus physischen und psychischen Aspekten.

Hier haben wir eine gute und eine schlechte Nachricht für dich: Die schlechte Nachricht ist, dass psychische Anforderungen zukünftig immer weiter in den Mittelpunkt rücken. Dafür sorgt unter anderem die digitalisierte Arbeitswelt. Auch die weiter steigenden Anforderungen an unsere psychische Leistungsfähigkeit durch sozialen Druck sowie die wachsende Dynamik von Veränderungen.

Wir haben auch eine gute Nachricht für dich. Du selbst kannst mehr für den geistigen Bereich tun, als du denkst. Das muss auch nicht schwierig oder zeitaufwendig sein.

Erfahre in diesem Beitrag alles Wissenswerte zum Thema.

Mentale Fitness und Gesundheit - darum geht es

Unsere Gesundheit sowie allgemeine Fitness hängen nicht nur von physischen Aspekten ab. Hier spielt der psychische Zustand ebenfalls eine wichtige Rolle.

Prägend für unsere Psyche ist unser Wahrnehmen und Denken. Manchmal wird dabei auch von Seele gesprochen. Seelische Vorgänge erfassen Gefühls- und Geistesregungen. Über diese Regungen drückt sich unsere Psyche aus. Der seelische Aspekt erfasst damit vor allem positive und negative Gefühle. Hier steht unser subjektives Wohlbefinden im Mittelpunkt.

Im engeren Sinne geht es bei mentalen Leistungsfähigkeiten vor allem um die Funktionsfähigkeiten unseres Gehirns. Hier steht der lateinische Begriff mens im Hintergrund. Er bedeutet Denkvermögen, Geist und Verstand. Mentales ist deshalb auch auf einer Ebene angesiedelt, zu der beispielsweise unsere Lernfähigkeit, die Verarbeitung von Reizen sowie viele andere funktionale Aspekte gehören. 

Oftmals ist dabei auch von kognitiven Fähigkeiten die Rede. Kognitiv hat ebenfalls eine lateinische Wurzel, welche sich auf die Verstandeskräfte bezieht. Hier geht es schwerpunktmäßig um die Informationsverarbeitung im menschlichen Gehirn und die daraus resultierende Steuerung von Verhalten. Insgesamt ist der Begriff mental mit einem ganzen System komplexer Strukturen und Begriffe verwoben, die alle miteinander zusammenhängen. 

Unsere Psyche profitiert von geistiger und körperlicher Fitness. Eine ausgezeichnete Funktionsfähigkeit unseres Gehirns fördert positive Gefühle und macht uns leistungsfähiger. Es lohnt sich für Körper, Geist und Seele, sich mit dem Training mentaler Funktionen zu befassen. Das zeigt sich insbesondere auch im Alter, wenn wir es mit Schwächen oder Einbußen im funktionalen kognitiven Bereich zu tun bekommen können. 

Zusammengefasst geht es im psychischen Bereich deines Wohlbefindens um funktionale und seelische Aspekte, deren Förderung dich leistungsfähiger und glücklicher machen können. Nicht nur im Alter, sondern zu jeder Zeit deines Lebens.

mentales Training

Grundlagen deines Trainings für geistige und psychische Fitness

Ob du psychisch und geistig fit bist, hängt vor allem auch von den kognitiven Fähigkeiten deines Gehirns ab. Jedes Training in diesem Feld wird deshalb darauf abzielen, die lebenslange Lernfähigkeit deines Gehirns zu fördern. Aktuelle wissenschaftliche Forschungen konnten nachweisen, dass sich selbst bei 90-jährigen Menschen neue Nervenzellen sowie Nervenzellenverbindungen im Gehirn bilden.

Man spricht dabei von der sogenannten Neurogenese. Diese ständige Neubildung von Nervenzellen insbesondere in einem Teil des Gehirns, den man als Hippocampus bezeichnet, steht für die ungebrochene Aktivität von Geist und Psyche von der funktionellen Seite her betrachtet. Deshalb geht es bei jedem mentalen Training darum, die Neurogenese zu fördern.

Neben einer möglichen direkten Einflussnahme auf die Ausbildung neuer Strukturen im Gehirn sind indirekte Einflussfaktoren für unsere geistige Leistungskraft wichtig. Mit den folgenden Tipps lernst du Bereiche kennen, mit denen du Einfluss auf deinen Kopf nimmst. Du kannst genau dort ansetzen, um Geist, Psyche und Körper fitter zu halten.

  1. Bewegung und Sport für mentale Fitness

Es ist kein Zufall, dass unsere Trainingstipps für Mentales mit körperlicher Aktivität beginnen. Wenn du regelmäßig Sport treibst und vor allem eine sitzende Tätigkeit etwa bei Büroarbeit durch physische Aktivitäten ausgleichst, tust du auch Geist und Psyche etwas Gutes.

Wissenschaftler haben damit begonnen, die Zusammenhänge zwischen körperlicher Aktivität und geistiger Leistungsfähigkeit in Studien wissenschaftlich zu belegen.

Positive Effekte ergeben sich dabei eher nicht bei ehrgeizig-verkrampften Leistungssportlern, sondern bei Menschen, die sich moderat mehrfach die Woche auf ihrem persönlichen Leistungslevel anstrengen.

Wenn du also das nächste Mal deinen inneren Schweinehund dazu bewegen musst, die Laufschuhe aus dem Schrank zu holen oder in ein Fitnessstudio zu gehen, denke auch an die positiven Effekte für Geist und Psyche. Deine Psyche reagiert auf sportliche Aktivitäten zusätzlich über Hormone (Endorphine) mit einem vermehrten Glücksgefühl.

Sinnbildlich gesprochen schlägst du also viele Fliegen mit einer Klappe, wenn du dich zu regelmäßiger körperlicher Aktivität überwindest.

  1. Neue Reize für dein Gehirn

Lebenslanges Lernen hält die oben beschriebene Neurogenese - die Bildung neuer Nervenzellen - in deinem Gehirn aktiv. Lernen bedeutet, dass du dich mutig neuen Reizen aussetzt.

Auch, wenn du es beispielsweise beim Erlernen des Klavierspielens im Erwachsenenalter nicht mehr zur künstlerischen Reife eines Virtuosen an diesem Instrument bringen wirst, freut sich dein Gehirn über diese Aktivitäten umso mehr.

Gerade bei Aktivitäten, die aus gleichermaßen körperlichen wie geistigen Reizen und Anforderungen bestehen, ist der Kopf besonders gefordert. Beim Klavierspiel beispielsweise müssen deine Finger auf bestimmte Art und Weise geführt werden, damit du dem Instrument gewünschte Laute entlocken kannst. Beim Tanzen folgst du einem Rhythmus, was dein Gehirn und deinen Körper fordert.

Wenn wir von Reizen sprechen, sollte es etwas mehr sein als das sprichwörtliche Kreuzworträtsel, das gerade ältere Menschen als Gehirntraining ansehen. Neue Reize sind dann besonders wertvoll für dein Kopftraining, wenn sie mit Aktivität verbunden sind.

Passives Konsumieren beispielsweise von Filmen oder Fernsehserien ist weniger reizvoll für dein Gehirn. Etwas fordernder, aber vor allem aktiver sollten deine geistigen Aktivitäten schon sein. Erlerne beispielsweise eine neue Fremdsprache, ein Instrument oder erkunde fremde Orte ohne festgelegte Reiseroute oder ausführlichen Reiseführer.

Mentale Fitness durch körperlichen und geistigen Ausgleich

  1. Fördernde Alltagsstrukturen

Wenn wir im vorigen Abschnitt von neuen Reizen für dein Gehirn gesprochen haben, kommt paradoxerweise einer geordneten Alltagsstruktur ebenfalls hohe Bedeutung für geistige Leistungsfähigkeiten zu. Denn der Kopf genießt zwar Unbekanntes und Neues, leidet aber ebenso wie die Psyche und der Körper unter Stress.

Die Rede ist von überforderndem Stress. Diese Form von Stress ist dadurch gekennzeichnet, dass in deinem Körper mit Auswirkungen auf dein Gehirn chronisch Stresshormone zirkulieren, die nicht durch körperliche Aktivität abgebaut werden. Wenn du im Kopf auf der Höhe bleiben willst, sollten Hektik und Stress deine Alltagsstruktur nicht ausschließlich bestimmen.

Formen von gesundem Stress, die kurzzeitig auftreten und dich in Bewegung halten, kommen deiner mentalen Gesundheit zugute. Dauerstress jedoch schadet ihr.

  1. Mentale und körperliche Entspannung

Eng verbunden mit der Organisation deines Alltags ist das Thema Entspannung. Wissenschaftliche Studien an Personen, die regelmäßig meditieren, konnten positive Veränderungen an den Gehirnstrukturen und eine verstärkte Neurogenese zeigen. Es ergeben sich dabei sogar deutliche Hinweise darauf, dass negativen, degenerativen Veränderungen durch die entspannenden Effekte der Meditation vorgebeugt werden könnte.

Durch das Erlernen und die Anwendung von Entspannungsmethoden wie Meditation oder autogenem Training förderst du nicht nur dein Wohlbefinden, sondern auch die Leistungskraft mentaler Strukturen.

  1. Die enorme Wichtigkeit von gesundem Schlaf

Das Thema Schlaf darf hier nicht fehlen. Es ist bereits allgemein bekannt, dass schlechter Schlaf sowie Schlafprobleme nicht nur die körperliche, sondern auch die psychische Leistungsfähigkeiten negativ beeinflussen.

Widme deshalb dem Schlaf, vor allem der Schlafqualität, erhöhte Aufmerksamkeit. Du investierst damit in deine psychische und physische Fähigkeit, Leistung zu erbringen. Das ist vor allem auch wichtig, weil du im Schlaf ebenfalls Reize und Informationen in deinem Gehirn verarbeitest.

Weitere interessante Informationen zu diesem Thema und in Bezug auf mentale Müdigkeitbesseren Schlaf sowie die besten Einschlafhilfen findest du hier.

  1. Ernährung für den Kopf

Wahrscheinlich hast du dir schon gedacht, dass auch das Thema Ernährung in diesem Kontext nicht fehlt. Bist du dir bewusst, dass dein Gehirn um die 20 % der gesamten Energie im menschlichen Körper verbraucht? Dein Gehirn ist deshalb besonders auf eine Ernährung angewiesen, die alle notwendigen Nähr-und Vitalstoffe enthält.

Das hat unter anderem auch damit zu tun, dass viele Funktionen in unserem Kopf von verschiedenen Botenstoffen abhängig sind. Diese Botenstoffe muss der Organismus entweder mit der Nahrung aufnehmen oder aus anderen Bausteinen selbst bilden. Fehlen dir hier entscheidende Elemente, weil du dich ungesund oder falsch ernährst, kann sich das direkt bei der Aktivität deines Gehirns bemerkbar machen.

Gesunde und ausgewogene Ernährung ist daher neben sportlicher Betätigung, gutem Schlaf sowie mentalem Training ein ebenso wichtiger Aspekt für einen gesunden Geist und Körper.

Steigerung der mentalen Fitness durch gesunde Nahrung

Training für den Kopf ist leichter als gedacht

Du bist vielleicht ist an dieser Stelle erstaunt, weil unsere Tipps für mentale Fitness vieles enthalten, was du bereits kennst. Wahrscheinlich kümmerst du dich bereits um den einen oder anderen Faktor, um dich allgemein wohl und fit zu fühlen. Es ist keine Zauberei und erfordert nicht einmal großen Aufwand, sich mental auf der Höhe zu halten.

Wenn du die von uns genannten 6 Bereiche abdeckst, kannst du den Grundstein für eine bis ins Alter hinein überzeugende psychische Performance legen. Das Schöne daran ist auch, dass du dich dabei rundum - physisch, psychisch und geistig - wohlfühlen kannst.

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