Wohlbefinden - ein Schlüsselfaktor für deine mentale Fitness

Wusstest du, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) dem Wohlbefinden - well-being - eine überragende Bedeutung für die gesamte Gesundheit des Menschen zumisst?

Sie hat diesen Aspekt sogar in ihre Verfassung aufgenommen, in der unter anderem beschrieben wird, wie sich Gesundheit als Zustand definiert. Vielleicht entspricht es auch deiner persönlichen Erfahrung, wie du leistungsfähig und aktiv bist, wenn du dich rundum wohlfühlst.

Deine mentale Verfassung scheint eng mit dem Zustand deines well-beings verbunden zu sein. Deshalb kann es sehr interessant sein, dem eigenen Wohlgefühl mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Hast du dich schon einmal gefragt, wie du es steigern kannst?

Wir wollen uns in diesem Beitrag mit typischen Glücks- und Wohlbefindens-Faktoren auseinandersetzen und auch anschauen, was Wissenschaftler und andere Experten zum Thema denken.

Die Grundstruktur des Wohlbefindens

Was ist kennzeichnend dafür, dass du dich wohlfühlst? Fühlst du dich nur wohl, wenn du überhaupt keine Sorgen hast? Wenn du rundum gesund bist und dich glücklich fühlt? Oder ist Gesundheit im körperlichen Sinn eher eine Folge von Glücksgefühlen und Lebenszufriedenheit?

Wahrscheinlich fällt dir an dieser Stelle bereits auf, wie schwierig es ist, den komplexen Begriff des Glücklichseins zu definieren. Möglicherweise kommen hier einige subjektive und objektive Faktoren zusammen. Auch Wissenschaftler und Psychologen tun sich schwer damit, eine kurze und prägnante Definition zum Glück und umfassenden Wohlgefühl zu geben.

Wohlbefinden und Glück im Leben

Glück subjektiv und objektiv gesehen

Glück kann in einem weiten Sinne verstanden werden als ein Aspekt wie Lebenszufriedenheit, Glücksgefühle und auch die Verwirklichung von persönlichen Potenzialen.

Viele Experten bauen unter anderem auf den grundlegenden Erkenntnissen des US-amerikanischen Psychologen Edward Diener auf. Er hat sich vor allem mit der subjektiven Seite unseres Wohlbefindens beschäftigt und dazu in einem grundlegenden Artikel Ausführungen gemacht.

Diener konnte dabei auch in einer Studie nachweisen, dass sich positive Gefühle und Lebenszufriedenheit als objektive Aspekte zum Beispiel positiv auf unser Immunsystem auswirken.

Hier scheint es eine Wechselwirkung zwischen körperlicher Gesundheit und einem subjektiven Glücksgefühl zu geben. Bei diesen subjektiven Gefühlen wird häufig von der hedonistischen Seite des psychischen Wohlfühlens gesprochen.

Bis in die Antike und auf Aristoteles gehen Ideen zurück, die einen anderen Aspekt des Glücks betonen. Glück und Wohlgefühl sollen eng mit der Verwirklichung des eigenen Lebenspotenzials zu tun haben. In einem modernen Kontext bietet sich dabei der Begriff der Selbstverwirklichung an.

Experten sprechen hier von eudaimonischem Wohlbefinden. Die Bezeichnung geht sprachlich auf die altgriechische Wurzel für Geist und Gut zurück.

Buchstäblich sind wir mit einem guten Geist gesegnet, wenn wir uns wohlfühlen und uns verwirklichen können. Hier kommt auch der Begriff mentale Fitness ins Spiel.

Für besseres Wohlbefinden die optimale Leistungsfähigkeit des Gehirns fördern

Wenn wir mental fit sind, arbeiten geistige Grundfunktionen optimal, wir sind leistungsfähig, umgangssprachlich "gut drauf" und fühlen uns wohl. Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen Wohlbefinden und mentaler Fitness.

Störfaktoren wie Stress, negative Reaktionen auf unangenehme Lebenssituationen, körperliche Erkrankungen und einige Faktoren mehr wirken sich auf beide Bereiche negativ aus.

Außerdem können wir mit unangenehmen Impulsen von außen in der Regel besser umgehen, wenn wir uns in der Gesamtheit in unserem Leben wohlfühlen. Diese erhöhte Widerstandskraft hat dabei ihrerseits positive Auswirkungen auf mentale Aspekte.

Die Zusammenhänge zwischen der sogenannten Resilienz - erhöhter psychischer Widerstandskraft-, mentaler Leistungsfähigkeit und körperlicher Gesundheit gelten inzwischen als gut belegt.

Was kannst du konkret tun, um dein Wohlgefühl und damit deine mentale Fitness zu steigern?

Hab Spaß im Leben!

Du hast es sicherlich schon gehört: Ohne Spaß ist das ganze Leben nichts. Tatsächlich profitiert deine mentale Leistungsfähigkeit davon, dass du dich mit einer Situation oder einer Tätigkeit wohlfühlst und Spaß an den Umständen hast.

Du darfst dich mit gutem Gewissen Dingen hingeben, die dir Freude machen. Freude und Glück gehören zu den tragenden Säulen von Wohlgefühl, Lebenszufriedenheit und Erfüllung.

Spaß haben ist ein wichtiger Teil des Wohlbefindens

Sorge für deinen Körper

Wenn du dich gut um deinen Körper kümmerst, hat auch das eine positive Wechselwirkung zu deinem Wohlbefinden. Dieser Zusammenhang dürfte dir unmittelbar einleuchten.

Bist du beispielsweise müde und erschöpft, weil du ständig zu wenig Schlaf bekommst, wirkt sich das direkt auf dein Wohlgefühl, deine Zufriedenheit und damit auch auf deine mentale Leistungsfähigkeit aus.

Bist du ständig hungrig oder leidet dein Körper unter Mangelerscheinungen, weil du dich nicht gesund ernährst oder dir keine Zeit zum Essen nimmst, wirkt sich das ebenfalls auf deine physische Gesundheit aus.

Du wirst dich nicht glücklich fühlen und mental nicht auf der Höhe sein. Wenn du dich dagegen regelmäßig körperlich betätigst, dem Stress im Dauerlauf davonläufst und dabei Stresshormone abbaust, profitiert dein gesamtes physisch-psychisches System davon.

Hier erlebst du etwa eine angenehme physische Erschöpfung, bist aber psychisch rundum zufrieden und glücklich. Diese Glücksgefühle beruhen dabei nicht auf rein subjektiver Annahme. Hormone wie Endorphine beeinflussen auf der physischen Ebene biochemisch dein Wohlgefühl.

Verfolge deine Träume und Ziele

Oft erscheinen uns Menschen besonders glücklich zu sein und sich rundum wohl zu fühlen, die trotz aller Rückschläge und Hindernisse ein bestimmtes Ziel in ihrem Leben verfolgen. Selbstverwirklichung macht glücklich, das hatte Aristoteles bereits richtig erkannt.

Auch die moderne Wissenschaft bestätigt diese Erkenntnisse, beispielsweise im Hinblick auf die Sinnhaftigkeit von Tätigkeiten, der ethischen Ausrichtung bei der Berufswahl und vielen anderen Faktoren.

Entwickle ein positives Mind-Set

Was im angelsächsischen Sprachgebrauch als Mind-Set bezeichnet wird, hat etwas mit deiner inneren Einstellung und Motivation zu tun. Dahinter steckt die Erkenntnis, dass es nicht unangenehme Lebensumstände oder Ereignisse an sich sind, die unser well-being stören. Es sind vielmehr unsere emotionalen Reaktionen auf diese Ereignisse und Umstände, die uns belasten.

Daraus erklärt sich auch die Tatsache, dass zwei Menschen auf nahezu identische Lebensereignisse in völlig unterschiedlicher Art reagieren können.

Eine Person kommt beispielsweise nicht darüber hinweg, dass sie gekündigt wurde und reagiert mit depressiven Verstimmungen. Die andere Person versucht, aus der Situation das Beste zu machen und sieht auch den Vorteil darin, eine Zeit lang mehr Muße für sich selbst und geliebte Menschen zu haben.

Unsere Einstellung zu bestimmten Ereignissen entscheidet darüber mit, ob wir unter Ereignissen leiden oder sie als Lebenserfahrung integrieren können. Von dieser, unserer Reaktion ist es abhängig, ob wir uns weniger wohlfühlen oder gelassen bleiben können.

Damit sind die emotionalen Reaktionen bestimmend, wenn es um unsere mentale Fitness geht. Wollen wir unser Wohlbefinden insgesamt steigern, kommt unserem Mind-Set eine überragende Bedeutung zu.

Achtsam sein und sich wohl fühlen

Gehe achtsam mit dir selbst um

Die Essenz aus den bisherigen Ausführungen zur Steigerung des Wohlbefindens und der mentalen Fitness ist Folgende: Nur, wenn du achtsam mit dir selbst umgehst, dich selbst akzeptierst und dich gut behandelst, kannst du dein well-being, deine Lebenszufriedenheit, dein Glück und deine mentale Leistungsfähigkeit steigern.

Gönne dir Spaß, bringe deinen strengen inneren Kritiker zum Verstummen und lasse dir deine persönlichen Träume nicht ausreden. Kümmere dich um dich selbst. Physisch und psychisch. Das ist kein Egoismus. Es ist die Grundlage deiner inneren Ausgeglichenheit und damit die Basis deines Glücksgefühls.

Trainiere mit Stress besser umzugehen und vermeide den Umgang mit negativen Menschen. Pflege deinen Körper. Lebenszufriedenheit und Glück sind kein Zufall, sondern lassen sich gezielt beeinflussen.

Du kannst an einen Punkt kommen, an dem die äußeren Umstände kaum mehr Einfluss auf dein Wohlgefühl und Glück nehmen können. Die Schlüsselfaktoren für das Wohlbefinden liegen in deinem Inneren.

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